Iran fusioniert militärisch vernetzte Banken

TEHERAN. Die iranische Zentralbank gab am Samstag, den 2. März, bekannt, dass fünf Banken und Finanzinstitute, die mit den iranischen Streitkräften verbunden sind, in die staatliche Bank Sepah fusioniert werden.

Die iranische Zentralbank gab am Samstag, den 2. März, bekannt, dass fünf Banken und Finanzinstitute, die mit den iranischen Streitkräften verbunden sind, in die staatliche Bank Sepah fusioniert werden. Foto: Drsaeed90 / Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) / Quelle: Wikimedia

Die Banken „Mehr Eqtesad“, „Qavamin“, „Ansar“ und „Hekmat“ und das Kreditinstitut „Kosar“ werden demnach von der Bank Sepah übernommen, die zu einhundert Prozent dem Staat gehört. Die Sepah Bank wurde 1925 von einem Armeepensionsfonds als Irans erste Bank gegründet.

Nach Angaben des CBI wird die Fusionierung  im Rahmen der Reformen des iranischen Bankensystems umgesetzt. Die Übernahme der militärischen Banken durch eine staatliche Großbank  ist aber laut Beobachtern auch ein wichtiger Schritt von Präsident Rouhani in seinen Bemühungen, die Rolle der Streitkräfte, insbesondere der Revolutionsgarde, in der iranischen Wirtschaft einzuschränken.

Iranische Finanzinstitute leiden seit mehreren Jahren unter der Finanzkrise, mit ausstehenden Krediten und mangelnder Bankenaufsicht. Viele Kreditinstitute, die unter dem ehemaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad eine Lizenz erhielten und gegründet wurden, sind inzwischen bankrottgegangen. Daraufhin mussten einige staatliche Großbanken die Auszahlung ihrer Schulden übernehmen. Dies hat die Regierung von Präsident Rouhani und die Zentralbank schwer belastet.

Durch die Fusionierung dieser Banken wird es für die Zentralbank einfacher, die Vorschriften über die Investitionstätigkeit und die finanzielle Transparenz durchzusetzen.