Weniger Subventionen für russischen Automobilmarkt

MOSKAU. Das Industrie- und Handelsministerium der Russischen Föderation will 2019 10,4 Milliarden Rubel (140 Mio. EUR) für Programme, die den Autokauf fördern sollen, ausgeben. Zum Vergleich: 2018 waren es noch 30,4 Milliarden Rubel.

Das Industrie- und Handelsministerium der Russischen Föderation will 2019 10,4 Milliarden Rubel (140 Mio. EUR) für Programme, die den Autokauf fördern sollen, ausgeben. Foto: iStock © Evgenii Emelianov

Das berichtet das Wirtschaftsblatt Wedomosti unter Berufung auf Angaben des Leiters der Abteilung für die Automobilindustrie des Ministeriums, Wladimir Kostjutschenkow. Demzufolge wird der größte Teil der Subventionen für den Absatz im Automobilmarkt in diesem Jahr an das Leasing-Programm zu Sonderkonditionen gehen, und zwar 4,9 Milliarden Rubel. Weitere drei Milliarden Rubel sollen in die Finanzierung von Vorzugskrediten für den Autokauf fließen. Bis zum Frühjahr 2018 war dieses Programm in ganz Russland gültig, wurde dann aber auf die Regionen im Fernen Osten beschränkt. Zudem sollen 2,5 Milliarden Rubel der Entwicklung des Gasmotoren-Marktes zugute kommen. Neben diesem Programm wird die Regierung auch weiterhin den Kauf von öffentlichen Elektrofahrzeugen fördern. Wie im Jahr 2018 will Moskau dafür auch 2019 1,5 Milliarden Rubel ausgeben. 2018 stieg der Gesamtabsatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Russland nach Angaben der Association of European Businesses (AEB) um 12,8 Prozent auf 1,8 Millionen Einheiten. Das Wachstum hält an, verlangsamte sich jedoch erheblich. Im Januar 2019 wuchs der Markt um 0,6 Prozent. Zum Jahresende prognostiziert die AEB ein Wachstum von nur 3,6 Prozent.