Russland will virtuelle Touristenzone schaffen

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MOSKAU. Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung plant, eine virtuelle Sonderwirtschaftszone (VOEZ) zu schaffen, um mehr Touristen nach Russland zu locken. Dies berichtet Kommersant unter Berufung auf das Regierungsdokument „Strategien für die Entwicklung des Exports von Dienstleistungen im Zeitraum bis 2025“. Bis zum 22. Februar sollen interessierte Ministerien, Abteilungen und Marktteilnehmer ihre Vorschläge zu dem bestehenden Plan einreichen. Die VOEZ soll noch vor Ende 2019 in Kraft treten. Vorgesehen sind eine Reihe von Regeln und Präferenzen analog zu den Sonderwirtschaftszonen (SEZ). Allerdings soll diese nicht wie die SWZ geografisch, sondern auf die Tourismusbranche beschränkt sein. Geplant sind etwa Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen im Inbound-Tourismus, um die Visabearbeitung zu vereinfachen. Außerdem werde auch eine Subventionierung von Reiseveranstaltern in Betracht gezogen. Zuvor hatte das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung vorgeschlagen, die Ausstellung elektronischer Visa an Ausländer zu vereinfachen. Zu diesem Zweck soll eine spezielle Plattform geschaffen werden, über die Ausländer ein elektronisches Visum für eine kurze Reise (drei bis acht Tage) nach Russland erhalten, wenn sie umfassende Reisedienstleistungen buchen. Aktuell können Bürger aus 18 Ländern per E-Visum nur in den Fernen Osten Russlands einreisen. Anfang Februar regte Präsident Wladimir Putin eine umfassende Verwendung elektronischer Visa an.