Deutschland weist US-Forderung nach Ausstieg aus Iran-Deal zurück

WARSCHAU. Deutschland erteilt der Forderung der USA nach einem Austritt aus dem Atomabkommen mit Iran eine Absage. Das sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, in Warschau auf einer umstrittenen Nahostkonferenz.

„Wir brauchen Druck auf den Iran (…). Aber wir brauchen auch die Zusammenarbeit auf Grundlage dieses internationalen Abkommens und das werden wir auch weiterhin so miteinander verfolgen“, zietiert ihn die dpa. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, vertrat bei der zweitätigen Warschauer Nahost-Konferenz Deutschland, weil Außenminister Heiko Maas auf eine Teilnahme verzichtet hat.

Bei dem Treffen hatte US-Vizepräsident Mike Pence, in einer sehr scharfen Rede von den Europäern verlangt, aus dem Atomabkommen mit Iran wie die USA auszutreten.

Insgesamt nahmen mehr als 60 Länder an der Konferenz in Warschau teil. Gastgeber waren die USA und Polen. Die Konferenz sollte sich eigentlich mit Frieden und Sicherheit im Nahen Osten befassen, der Schwerpunkt lag aber wie erwartet auf Iran. Die Außenminister der meisten westeuropäischen Ländern nahmen deswegen an der Konferenz nicht teil und ließen sich vertreten.