Medwedjew: Russische Wirtschaft wird bis 2024 stark

MOSKAU. Die russische Regierung will die Entwicklung in wichtigen Bereichen der Wirtschaft und im Sozialbereich bis 2024 gemäß den Mai-Dekreten beschleunigen. Davon werde jeder Einwohner des Landes profitieren, gab Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew in einer Kolumne für RIA Nowosti bekannt.

Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew will russische Wirtschaft bis 2024 beschleunigen. Foto: Jürg Vollmer / Lizenz: Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0) / Quelle: Flickr

„Und ich bin sicher, dass die russische Wirtschaft in sechs Jahren eine starke ‚Schwerkraft‘ haben wird. Sie wird in der Lage sein, die besten Köpfe und Ideen sowohl im Inland als auch im Ausland anzuziehen“, sagte er. Nach Angaben des Premierministers werden dafür zwölf nationale Projekte umgesetzt, die Präsident Putin in seinen Mai-Dekreten erlassen hatte. 25,7 Billionen Rubel (346 Mrd. EUR) wird das kosten. Die wichtigsten Ziele seien die Verbesserung der Gesundheits- und Bildungssysteme, die Verbesserung der Qualität der Anlageinvestitionen sowie deren Steigerung auf ein Volumen von bis zu 25 Prozent des BIP, die Überprüfung der Aufsichtsstandards, die Entwicklung des Exports von Waren und Dienstleistungen. Für Medwedjew wirken sich die Sanktionen jedoch nachteilig auf die Pläne aus. „Wir haben gelernt, unter totalem Druck zu leben und sich zu entwickeln. Noch vor drei oder vier Jahren bestimmten die Ölpreise den Zustand aller wirtschaftlichen Bedingungen im Land. Aber jetzt reagieren die internen Wachstumsfaktoren fast nicht mehr auf die Ölpreise“, so der Premierminister. Medwedjew fügte hinzu, dass Russland in den letzten Jahren bereits eine gute Basis für weiteres Wachstum geschaffen habe. Die russische Wirtschaft sei eine gesunde Makroökonomie mit starker Immunität gegen externe Schocks.