Studie: 2018 kaum Gehaltserhöhungen in Russland

MOSKAU. Im Jahr 2018 bekamen nur zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Russland mehr Gehalt. Das berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die Ergebnisse einer Studie der Romir-Holding.

Im Jahr 2018 bekamen nur zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Russland mehr Gehalt. Foto: iStock © yulyao

Die Hälfte davon erhielt eine Erhöhung von mehr als zehn Prozent. Sechs Prozent der Befragten meldeten sogar eine Gehaltskürzung. 63 Prozent der Russen gaben an, dass sich ihre Karriere in den letzten sechs Monaten nicht verändert hat und sie weiterhin in ihrem vorherigen Job arbeiten. Dies ist der höchste Wert der letzten vier Jahre – im Vergleich zur letzten Umfrage ein Plus von sechs Prozent. Dies weise auf eine gewisse Stabilität des Marktes hin, so die Autoren der Studie. Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, in den letzten sechs Monaten ihren Job gewechselt zu haben. Darunter fanden 23 Prozent fast sofort eine neue Stelle, 49 Prozent investierten zwei bis sechs Wochen für die Jobsuche. Weiterhin auf Suche befanden sich 15 Prozent der Befragten. Die Zahl der Arbeitslosen ging von 29 Prozent auf 25 Prozent zurück. An der Studie nahmen russlandweit 1.100 Befragte über 18 Jahren teil. Zuvor hatte die Rechnungskammer das Wachstum der Realeinkommen der Russen im Jahr 2018 auf null bis 0,4 Prozent geschätzt. Experten der Higher School of Economics zufolge werden die Gehälter der Russen steigen, die Realeinkommen jedoch nicht. Die Bevölkerung könnte mit einer kleinen Gehaltserhöhung von durchschnittlich etwa 1,5 Prozent rechnen. Aber angesichts des Inflationsniveaus und der Steuererhöhungen werden die Russen kein wirkliches Plus im Portmonee bemerken.