Ausländische Immobilieninvestitionen auf Rekordniveau

MOSKAU. Der Anteil ausländischer Investitionen in den russischen Immobilienmarkt hat 2018 einen Rekordstand seit Beginn der Sanktionen erreicht. Wie das Beratungsunternehmen Knight Frank berichtet, beliefen sich die ausländischen Investitionen beim Erwerb von Gewerbeimmobilien und Grundstücken auf 59,5 Milliarden Rubel (795 Mio. EUR) und nahmen damit um elf Prozentpunkt zu.

Der Anteil ausländischer Investitionen in den russischen Immobilienmarkt hat 2018 einen Rekordstand seit Beginn der Sanktionen erreicht. Foto: iStock @ Mordolff

Damit übertraf das Ergebnis die Marke von 2014, als die Investitionen bei 53,1 Milliarden Rubel lagen. Nur 2012 waren sie mit 70 Milliarden Rubel noch höher. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in die Immobilienbranche auf 248,1 Milliarden Rubel oder umgerechnet rund 3,3 Milliarden Euro. Der Anteil ausländischen Kapitals am Gesamtvolumen der Transaktionen stieg 2018 auf 28 Prozent gegenüber 18 Prozent im Vorjahr, berichtet das Beratungshaus Jones Lang LaSalle. Der absolute Wert in Fremdwährung sank jedoch von 823 Millionen US-Dollar auf 793 Millionen US-Dollar. Nach Schätzungen von Colliers International betrug der Anteil ausländischer Investitionen in Gewerbeimmobilien ohne Land im vergangenen Jahr 43 Prozent. Dies ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre, heißt es in den Anmerkungen des Unternehmens. Cushman & Wakefield schätzt den Anteil ausländischer Investoren auf 14 Prozent. Zu den ausländischen Investoren zählen Unternehmen aus Kirgisistan, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Finnland und den USA. Die größten Transaktionen mit ausländischen Investoren waren der Kauf des Riviera-Einkaufszentrums für 20 Milliarden Rubel durch den Kyrgyz KLS Eurasia Venture Fund, das Nevsky-Center-Einkaufszentrum durch das tschechische PPF Real Estate für 171 Millionen Euro und der Kauf von zwölf Filialen von „K-Rauta“ des französischen Einzelhändlers Leroy Merlin. Mit einem weiteren Anstieg im Jahr 2019 rechnet Knight Frank jedoch nicht.