Dank Opel kompensiert PSA Absatzrückgang in China und Iran

PARIS. Die Übernahme von Opel hilft dem französischen Automobilproduzenten Groupe PSA, der die Marken Citroën und Peugeot herstellt, einen starken Rückgang in den Schlüsselmärkten China und Iran auszugleichen.

Peugeot hatte im Jahr 2017 einen Marktanteil von 37% im Iran. Foto: KickerNews / Lizenz: CC BY-SA 3.0 / Quelle: Wikipedia

Laut einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP verkaufte PSA im Jahr 2018 nach der Übernahme von Opel Automobile GmbH und Vauxhall Motors, 3,88 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber 2017. Ohne den Opel-Beitrag wäre der Umsatz 2018 trotz einer starken Präsenz in Europa um 12 Prozent gesunken, meldet das Unternehmen.

Nach Volkswagen ist PSA, gemessen an den Absatzzahlen, der zweitgrößte Autohersteller Europas. Das Unternehmen konnte jedoch letztes Jahr das Gesamtziel von vier Millionen Fahrzeugen nicht erreichen, was vor allem auf die Auswirkungen der neuen US-Sanktionen gegen den Iran und einen Konjunkturrückgang in China zurückzuführen ist.

PSA gab im Juni bekannt, dass sie wegen der Sanktionen den Betrieb im Iran einstellt. Die zwei französischen Marken der Gruppe hatten mit einem Absatz von 300.000 Fahrzeugen in dem Markt am Persischen Golf gerechnet. Laut PSA ging der Umsatz in China um mehr als 34 Prozent zurück.

Der Gesamtabsatz in China und Südostasien sank zum vierten Mal in Folge auf 262.600 Autos.