Mobilitätsbedarf steigt in China – mehr Carsharing-Kunden

STUTTGART. Stationsunabhängiges Carsharing wird beliebter. Die car2go Group verzeichnete im vergangenen Jahr Wachstum bei Nutzern, Mietzeit und Anmietungen sowie einen deutlichen Anstieg bei den Business-Kunden.

In China ist Carsharing eine Mobilitätslösung für alle, die zwar einen Führerschein besitzen, aber kein eigenes Auto. Foto: Daimler
In China ist Carsharing eine Mobilitätslösung für alle, die zwar einen Führerschein besitzen, aber kein eigenes Auto. Foto: Daimler

Laut Einschätzung von CEO Olivier Reppert war 2018 ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr für das Unternehmen. Die Zahl der Nutzer der Flotten stieg im Vergleich zu 2017 um insgesamt 21 Prozent auf 3,6 Millionen. Als Spitzenreiter unter den kundenreichsten car2go-Städten gelten Berlin (282.000 Kunden), Chongqing (273.000 Kunden) und Madrid (237.000 Kunden).

In China war der Carsharing-Anbieter im April 2016 gestartet und zählte im Januar 2017 bereits 150.000 Kunden, ein Jahr später 238.000 Kunden und jetzt – im Januar 2019 – 273.000 Kunden. Die in Chongqing verfügbare Flotte umfasst derzeit den Benziner Smart fortwo. Mit den Portfolios von car2go und dem eigens für China entwickelten Dienst Car2Share, der mit Büros, Firmen, Hightech-Parks, Einkaufszentren und Wohnungsverwaltungen kooperiert, die feste Stellplätze für die Mobilitätsdienstleistung bereitstellen, bedient die konsolidierte car2go China inzwischen mehrere chinesische Städte. Dort kommen die Modelle Smart fortwo und Smart forfour sowie das Elektromodell DENZA zum Einsatz. Lokalisierung ist für das Unternehmen ein wichtiges Thema: Um den Gewohnheiten der chinesischen Kunden und den sich ständig ändernden Mobilitätsbedürfnissen in China besser gerecht zu werden, wurde zudem die lokale car2go-App im Oktober 2018 funktional auf WeChat „umgezogen“.

Das Konzept Carsharing profitiert in China von mehreren Entwicklungen. In den meisten Städten wächst der Bedarf nach Mobilität schneller als das Angebot an öffentlichem Nahverkehr. Außerdem gibt es mehr Führerscheine im Land als Privatwagen.