Remmers restauriert Französische Botschaft in Moskau

In Moskau wurde die historische Igumnov-Villa restauriert. Der niedersächsische Baustoffhersteller Remmers lieferte Spezialprodukte und Know-how.

Französische Botschaft in Moskau. Foto: Remmers

Die Igmunov-Villa in Moskau beheimatet die Französische Botschaft in Russland. Die denkmalgerechte Restaurierung war bereits 2007 beschlossen worden. Das geschätzte Kostenvolumen lag bei zirka zehn Millionen US-Dollar.

Die Instandsetzung des über hundert Jahre alten kollossalen Bauwerks war eine komplexe Aufgabe. Ziel war die historisch getreue Restaurierung. Die hierfür erforderlichen Restaurierungs-, Konservierungs-, und Verarbeitungstechniken sowie Materialprüfungen mussten festgelegt und koordiniert werden. Remmers zeichnete für die Restaurierung und Instandsetzung der Fassade aus Klinker und Natursteinelementen verantwortlich, die einen hohen Verschmutzungsgrad mit starken Ausblühungen und Aussinterungen vorwies, so der deutsche Mittelständler. „Es waren enorme Herausforderungen zu meistern“, sagt Andrey Babich, Generaldirektor Remmers Russland. „Für eine orginalgetreue Restaurierung wurde teilweise nach alten Archivdokumenten gearbeitet. Aber wenn man am Ende das Ergebnis sieht, dann ist man stolz auf seine Arbeit und auf die Produkte, die so etwas ermöglicht haben.“

1979 wurde das Igumnov-Haus in Moskau offizielle Residenz der französischen Botschaft. Foto: Remmers

Das Igumnov-Haus wurde 1883 bis 1893 nach dem Entwurf des Architekten Nikolay Pozdeyev gebaut. Der reiche Kaufmann Igumnov hatte den damals jungen Architekten mit dem Bau einer repräsentativen Villa in Klinkerbauweise beauftragt. Dieser griff in die Vollen, um die Ansprüche des anspruchsvollen Kunden zu erfüllen. Igumnov wollte es so mittelalterlich, slawisch und „typisch“ wie möglich haben. Die Klinkersteine für den Bau wurden aus den Niederlanden importiert, die Keramikverzierungen, Friesen und Festons lieferte das berühmte Werk Kuznezowa. Nach wechselvoller Geschichte des Bauwerks wurde es 1938 an Frankreich für die Residenz der französischen Botschaft übergeben. 1979 wurde das Igumnov-Haus offizielle Residenz der französischen Botschaft.