Grafik der Woche: Kudrin: Zweifel an Wachstum

Quelle: Twitteraccount Alexej Kudrin, Kreml, Handelsblatt / eigene Darstellung

Der Leiter der russischen Rechnungskammer, Alexej Kudrin, hat Anfang des neuen Jahres für Gesprächsstoff gesorgt. Auf seinem Twitter-Konto veröffentlichte Kudrin Infografiken mit aktuellen Prognosen seiner Behörde im Vergleich zu offiziellen Regierungsprognosen aus den Jahren 2017 und 2018. „Die Rechnungskammer gibt zum Jahresende eine vorläufige Schätzung ab: Die Inflation ist höher als prognostiziert, das BIP-Wachstum ist niedriger, die Realeinkommen der Bürger sind, wenn überhaupt, nur um Zehntelprozente gewachsen. Bislang muss die Regierung von einem schwachen Start ausgehen“, twitterte er. Darauf titelte das Handelsblatt „Russlands Wachstum hält sich nicht an Putins Prognose“ und schrieb „Der Chef des Rechnungshofs, Alexej Kudrin, hat zum neuen Jahr die Russen mit schlechten Zahlen erschreckt“. Zwar überrascht das niedrigere BIP-Wachstum, das die Rechnungskammer prognostiziert, nicht. So hatte die Zentralbank etwa ihre Wirtschaftswachstumserwartungen bereits im Herbst nach unten korrigiert. Dennoch: Auf der Großen Pressekonferenz hatte der Präsident Ende Dezember ein Wachstum von 1,7 Prozent versprochen. Herausstechend sind auch der Unterschied zwischen den Prognosen zur Inflation und zum Wachstum der Einkommen der russischen Bürger.