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Ausländische Fonds ziehen Investitionen vermehrt ab

MOSKAU. Ausländische Investitionsfonds haben 2018 mehr als eine Milliarde US-Dollar aus Russland abgezogen. Das berichtet Kommersant, basierend auf Daten von BofA Merrill Lynch. Nur 2013 waren noch mehr Mittel aus Russland abgeflossen – 3,1 Milliarden US-Dollar.

Ausländische Fonds ziehen Investitionen vermehrt aus Russland ab. Foto: iStock © Max Ryazanov

Die erste Welle des Abflusses an Investitionen fand im ersten Halbjahr statt und stand im Zusammenhang mit den Sanktionen, berichtet Kommersant. Im Frühjahr waren es 700 Millionen US-Dollar, vor dem Hintergrund der im Januar von den USA veröffentlichten „Kreml-Liste“, die Beschränkungen für hochrangige Beamte und Geschäftsleute vorsah. Die Sanktionen selbst folgten im April. Hinzu kam der im August vorgelegte Gesetzentwurf zu neuen antirussischen Sanktionen des US-Kongresses. Zum Jahresende sorgten die Ölpreise für zusätzliche Nervosität bei den Anlegern. In den letzten drei Wochen betrug der Mittelabfluss der Anleger aus auf den russischen Markt ausgerichteten Fonds 330 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2018 war in allen Emerging Markets ein Rückgang der Investitionsflüsse zu verzeichnen. In weniger als zwölf Monaten erzielten die auf Schwellenländer ausgerichteten Fonds zwölf Milliarden US-Dollar weniger Einnahmen als im Vorjahr (rund 50 Mrd. USD). Von den BRICS-Ländern verzeichneten die chinesischen Fonds den größten Zufluss in Höhe 31 Milliarden US-Dollar, abgeflossen waren 3,5 Milliarden Dollar.