„Eine Brücke zwischen Iran und Deutschland“

Nach einem erfolgreichen Abschluss im letzten Jahr findet das Programm Iran-Horizonte trotz US-Sanktionen voraussichtlich auch 2019 statt.

Nach einem erfolgreichen Abschluss im letzten Jahr findet das Programm Iran-Horizonte trotz US-Sanktionen voraussichtlich auch 2019 statt. Foto: Bernhard Ludewig/Goethe-Institut

BERLIN. „Brücken bauen über den Dächern von Berlin“ hätte das Motto der diesjährigen Abschlussveranstaltung des Projekts „Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“ lauten können.

Mitten im Herzen Berlins feierte das Projekt mit sechs iranischen Hospitierenden, den beteiligten Projektpartnern und ausgewählten Gästen den erfolgreichen Abschluss der zweimonatigen Hospitation in deutschen Unternehmen.

Der Projektdurchgang 2018 von der Gemeinschaftsinitiative „Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“, getragen vom Auswärtigen Amt, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Bundesverband der Deutschen Industrie mit Unterstützung der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer, fand von September bis November statt.

Anna Dimitrijević, Leiterin des Projekts am Goethe-Institut, bedankte sich bei den Projektpartnern – dem Auswärtigen Amt, dem DIHK und dem BDI – für die erfolgreiche Zusammenarbeit und verwies auf die schwierige Situation im Jahr 2018: „Wie Sie erahnen können, war der Projektdurchgang geprägt durch die aktuelle weltpolitische Lage. Umso mehr freue ich mich, dass wir trotz der Umstände sechs jungen, gut ausgebildeten und sehr engagierten Menschen eine Hospitation ermöglichen konnten.“

Dem schloss sich Stefanie Hallmann, stellvertretende Leiterin des Referats Deutsch als Fremdsprache im Auswärtigen Amt, in ihrem Grußwort an und betonte die Wichtigkeit dieses Projekts in Zeiten wie diesen: „Das Projekt ‚Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft‘ ist eine Brücke zwischen Iran und Deutschland.“

Ebenfalls mit einem Grußwort an die Hospitierenden richtete sich Abdolfazl Abdoli als Gesandter der Botschaft der Islamischen Republik Iran. Er bezeichnete das Projekt als „eine großartige Möglichkeit für beide Seiten“.

Im Anschluss berichteten die sechs Hospitierenden über ihre beruflichen und persönlichen Entwicklungen während der zehn Wochen in Deutschland.

Begonnen hatte alles mit einem auf sie abgestimmten Deutschkurs am Goethe-Institut in Berlin, der sie auf die kommenden Wochen vorbereitete. Die dann gesammelten Erfahrungen waren einschneidend für ausnahmslos alle Hospitierenden. Für fast alle war es der erste Aufenthalt in Deutschland oder sogar in Europa.

Auch fachlich haben die Hospitierenden viel aus ihrer Zeit in Deutschland mitgenommen. Der Ingenieur Nima Shahlaei, der acht Wochen bei ExRohr GmbH in Lübeck mitarbeitete, sagt über seine Hospitation: „Die Hospitation war eine super Erfahrung für mein berufliches Leben, es hat mir die Augen geöffnet.“

Die Verantwortlichen des Projekts kündeten an, dass der Durchgang 2019 aktuell vorbereitet wird, und dass sich Unternehmen und Hospitierende bereits jetzt unverbindlich beim Goethe-Institut registrieren können.