EU verhängt Sanktionen gegen iranischen Geheimdienst

BRÜSSEL. Die Europäische Union verhängt wegen der angeblich geplanten Terroranschläge auf Exil-Iraner in Frankreich und Dänemark neue Sanktionen gegen einen iranischen Geheimdienst Iran.

Anders Samuelsen. Foto: Arno Mikkor (EU2017EE) / Lizenz: CC BY 2.0 / Quelle: Flickr

Die Strafmaßnahmen richten sich gegen zwei Personen und eine Organisation, die hinter den Plänen stecken sollen, wie die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel am Dienstag aus EU-Diplomatenkreisen erfuhr. Das teilte der dänische Außenminister Anders Samuelsen mit. Die Organisation gehört zum iranischen Ministerium für Nachrichtenwesen, der Geheimdienst von Iran.

Im Juli waren in Belgien zwei Verdächtige wegen eines angeblich geplanten Terroranschlags auf eine Versammlung von 25 000 Exil-Iranern in Frankreich festgenommen worden. Ende September wurde nach Angaben des dänischen Inlandsgeheimdiensts PET außerdem ein Anschlag auf eine Gruppe in Dänemark lebender Iraner vereitelt, berichtet dpa. In beiden Fällen machten europäische Ermittler einen iranischen Geheimdienst verantwortlich. Teheran dementierte dies und bestellte Ende Oktober letzten Jahres den dänischen Botschafter ein.