Tschischow: Russlands Handelsumsatz mit EU wächst

MOSKAU. Das Handelsvolumen zwischen Russland und der Europäischen Union ist 2018 trotz der Sanktionen gestiegen. Das gab der russische EU-Botschafter, Wladimir Tschischow, Ende Dezember bekannt.

Das Handelsvolumen zwischen Russland und der Europäischen Union ist 2018 trotz der Sanktionen gestiegen. Foto: Dimitris Avramopoulos / Lizenz: CC BY-SA 2.0 / https://www.flickr.com/photos/avramopoulos/35140966455/

Ihm zufolge wuchs der Handelsumsatz von Januar bis September 2018 um 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die russischen Exporte zogen um 29 Prozent an, die Importe um 7,4 Prozent. Faktoren für die positive Dynamik seien die steigenden Preise für Energieträger sowie Wechselkursschwankungen. Laut Angaben des Botschafters überstieg das Volumen damit die Zahlen von 2014, als die EU und USA wegen der Ukraine-Krise Sanktionen einführten. „Das aktuelle Wachstum zeigt in der Tat vor allem eine Erholung. Unterdessen hat der russische Handel mit einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten wie Portugal, Belgien, Irland, Zypern, Dänemark, Rumänien, die Zahlen von 2012 bereits überschritten“, sagte Tschischow. Dennoch: „Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch meiner Meinung nach eine Rückkehr des natürlichen Handels zwischen der EU und Russland auf ein Niveau, das dem Grad der wechselseitigen Durchdringung unserer Volkswirtschaften entspricht, in Übereinstimmung mit der normalen Handelslogik“, sagte der Diplomat. Russland ist der drittgrößte Exporteur von Waren in die EU und der fünftgrößte Importeur.