Gewerkschaften: Mindestlohn in Russland muss steigen

MOSKAU. Der russische Verband unabhängiger Gewerkschaften fordert eine Anpassung der Mindestlohnbestimmungen. Wie der Vorsitzende der Organisation, Michail Schmakow, gegenüber russischen Medien bekannt gab, soll das Arbeitsgesetzbuch dahingehend geändert werden, ob Zuschüsse zum Grundgehalt angerechnet werden können oder nicht.

Der russische Verband unabhängiger Gewerkschaften fordert eine Anpassung der Mindestlohnbestimmungen. Foto: iStock © Krasnevsky

Zuvor hatte der Verband vor dem Verfassungsgericht Berufung eingelegt, das entschied, dass alle zusätzlichen und ausgleichenden Vergütungsbestandteile auf den Mindestlohn angerechnet werden. Derzeit liegt das tatsächliche Grundgehalt in Arbeitsverträgen oft unter dem Mindestlohnniveau, was aber durch diverse Zuschüsse ausgeglichen wird. Schmakow versprach sich für eine Erhöhung des Mindestlohns einzusetzen, da dieser nicht den Lebenshaltungskosten der Bevölkerung entspreche. Er forderte, das Grundgehalt an den Verbraucherpreisindex anzupassen, was einer Verdopplung entsprechen würde. Der Mindestlohn in Russland beträgt seit dem 1. Januar 11.280 Rubel (rund 147 EUR).