NIOC dementiert Einstellung der Projekte von Rosneft

Die National Iranian Oil Company (NIOC) dementiert Meldungen, wonach die russische Ölgesellschaft Rosneft den iranischen Markt verlassen hat, berichtet die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA.

Die National Iranian Oil Company (NIOC) dementiert Meldungen, wonach die russische Ölgesellschaft Rosneft den iranischen Markt verlassen hat. Foto: iStock © Rob_Ellis

Die russische Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ zitierte kürzlich drei Quellen, die dem Top-Management von Rosneft nahestehen, dass Russlands größter Ölproduzent aufgrund von US-Sanktionen beschlossen hat, Öl- und Gasprojekte im Iran im Wert von 30 Milliarden Dollar einzustellen.

Die National Iranian Oil Company (NIOC) und Rosneft hatten im November 2017 für den Ausbau ihrer Zusammenarbeit eine Vereinbarung im Wert von 30 Milliarden Dollar unterschrieben. Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Nun teilte die NIOC mit, dass es sich lediglich um eine Absichtserklärung mit Rosneft handelte, und dass es bisher keinen Vertrag zwischen den zwei Parteien gab.

„Aufgrund des großen Interesses ausländischer Unternehmen nach dem Atomabkommen, und um ausländische Investitionen und Technologien anzulocken, hat die National Iranian Oil Company mit Rosneft ein Memorandum Of Understanding (MOU) zur Zusammenarbeit unterzeichnet“, erklärte die NIOC. Das MOU mit Rosneft erreichte jedoch nie das Vertragsstadium, so die Botschaft des Unternehmens.

Nach dem Atomabkommen und der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran haben die russischen Unternehmen Gazprom, Rosneft, Lukoil, Zarubejneft und Tatneft Memoranden zur Beteiligung an iranischen Ölprojekten unterzeichnet.

Auch der staatliche Ölproduzent Zarubezhneft hat Anfang November verkündet, sich wegen US-Sanktionen aus den Projekten im Iran zurückzuziehen. Die NIOC unterzeichnete im März einen Vertrag mit Zarubezhneft zur Erschließung der Ölfelder „Aban“ und „Paydar-e Gharb“ im Iran. Zarubezhneft hielt einen Anteil von 80 Prozent an dem Deal, sein iranischer Partner, Dana Energy, die restlichen 20 Prozent. Nun verkaufte Zarubezhneft, verkaufte seine Anteile – unter noch nicht bekannten Umständen – an die ebenfalls staatlich-russische Promsyryeimport.

Die USA sind im Mai dieses Jahres einseitig aus dem multilateralen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen, und haben im August und November wieder Sanktionen gegen den Iran verhängt.