SMA gibt China-Standorte auf

NIESTETAL. Die SMA Solar Technology AG wird ihre Standorte in China aufgeben und die chinesischen Gesellschaften im kommenden Jahr an das dortige Management verkaufen. Das teilte der Vorstand am 12. Dezember mit.

SMA-Verwaltungsgebäude am Hauptstandort in Niestetal: „Der Verkauf der Unternehmenseinheiten in China an das dortige Management schafft gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung auf beiden Seiten“, betont SMA-Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. Foto: SMA
SMA-Verwaltungsgebäude am Hauptstandort in Niestetal: „Der Verkauf der Unternehmenseinheiten in China an das dortige Management schafft gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung auf beiden Seiten“, betont SMA-Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. Foto: SMA

Der Verkauf ist Teil der jetzt beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen, in deren Verlauf weltweit 425 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen. Die Restrukturierungsmaßnahmen seien notwendig, um SMA in einem von starkem Preisverfall geprägten Umfeld schnell wieder in die Profitabilität zurückzuführen. Noch im Frühjahr 2018 wurden Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens ähnlich stark nachgefragt wie in den Quartalen zuvor. Seit September verzeichnete die SMA Solar Technology Geschäftsrückgänge, sodass der Vorstand Ende November die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2018 senken musste.

2007 war die SMA mit einer Tochtergesellschaft in China gestartet. Zusätzliche Tochtergesellschaften folgten durch die 2013 erworbene Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Hersteller Zeversolar, den SMA 2016 komplett übernommen hatte.

Die SMA Gruppe ist mit einem Umsatz von rund 900 Millionen Euro im Jahr 2017 ein global führender Spezialist für Photovoltaik-Wechselrichter, einer zentralen Komponente jeder Solarstromanlage. SMA ist in 19 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter, davon 500 in der Entwicklung.