Wirtschaftsminister: Privatisierung ist nicht vom Tisch

MOSKAU. Die russische Regierung ist bereit zu privatisieren, sucht aber nicht öffentlich nach Investoren, erklärte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin auf einem Treffen mit dem Unternehmerverband der Association of European Businesses.

Die russische Regierung ist bereit zu privatisieren, sucht aber nicht öffentlich nach Investoren, erklärte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin auf einem Treffen mit dem Unternehmerverband der Association of European Businesses. Foto: kremlin.ru

„Wenn Großinvestoren ein erhebliches Interesse an russischen Vermögenswerten haben, die sich jetzt in der Hand des Staates befinden, wird eine Reduzierung des staatlichen Anteils in Betracht gezogen“, zitiert RBK Oreschkin. Den Prozess der Privatisierung bestimme aber nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage. „Für eine Reihe von Assets wird dies einfach nicht öffentlich gemacht. Wir arbeiten sehr intensiv daran, strategische Partner aus der ganzen Welt zu finden, die Vermögenswerte kaufen und […] entwickeln können“, ergänzte Oreschkin. Der Verkauf staatlicher Vermögenswerte an Unternehmen, die bereits einen großen Marktanteil hätten, sei für die Wirtschaft jedoch nicht positiv, sondern würde nur den Wettbewerb einschränken, sagte der Minister. Zuvor hatte der Chef der russischen Rechnungskammer, Alexej Kudrin, auf dem Allrussischen Bürgerforum erklärt, das Thema Privatisierung sei von der Tagesordnung gestrichen worden.