Wladiwostok soll Hauptstadt des Fernen Ostens werden

MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich für die Initiative des vorläufigen Gouverneurs der Region Primorje, Oleg Koschemjako, ausgesprochen, die Hauptstadt des Fernen Ostens von Chabarowsk nach Wladiwostok zu verlegen.

Arbeitsreise nach Primorje zu dem Vierten Östlichen Wirtschaftsforum (10.-12. September 2018 in Wladiwostok): Wladimir Putin mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und dem Bevollmächtigten des Präsidenten im Fernen Osten Yury Trutnev (links). Foto: kremlin.ru

Mitte Oktober hatte bereits der Pressesprecher des Präsidenten, Dmitrij Peskow, erklärt, dass vieles für die Verlagerung der Hauptstadt spreche. Der stellvertretende Ministerpräsident und Bevollmächtigte des Fernen Ostens, Jurij Trutnew, hatte sein Ministerium angewiesen, bis zum 1. Dezember einen vollständigen Bericht über die Vorteile der Übertragung der Hauptstadt für Putin vorzubereiten. „Wladiwostok ist das östliche Tor des Landes. Projekte, den gesamten Fernen Osten zu entwickeln, werden in Wladiwostok gestartet. Die Seekommunikation verläuft durch Wladiwostok. Dort wurden gute Brücken und eine gute Transportlogistik für den APEC-Gipfel gebaut. Das Vorhandensein von Häfen und Infrastruktur – alles deutet darauf hin, dass sich die fernöstliche Hauptstadt in Wladiwostok befindet“, plädierte Koschemjako für die Verlegung. Der neue Gouverneur des Gebiets Chabarowsk, Sergej Furgal, lehnte das Vorhaben indes ab. Er argumentierte, dass Chabarowsk die Hauptstadt besonders in den Bereichen Gesundheit, Kultur und Bildung sei. Um diesen Status aufrechtzuerhalten, versprach er, die Wissenschaft und den Sport stärker zu entwickeln.