Kaluga-Gouverneur Artamonow: „Wir tun alles, um Stabilität zu gewährleisten“

Auf dem 4. Deutsch-Russischen Mittelstandstag in Hamburg versprach der Gouverneur des Gebiets Kaluga deutschen Investoren Unterstützung und lobte die deutsch-russischen Beziehungen.

4. Deutsch-Russischer Mittelstandstag in Hamburg / Foto: OWC

Zum vierten Mal lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. am 05. Dezember 2018 zur Jahresleitveranstaltung deutscher und russischer Mittelständler nach Hamburg. 200 Fachteilnehmer, Referenten sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik beider Länder kamen zur Veranstaltung. Themenschwerpunkt war in diesem Jahr das Gebiet Kaluga. Kaluga spielt unter den über 80 russischen Föderationssubjekten eine besondere Rolle. Seit 2008 haben dort über 160 internationale Firmen (auch Volkswagen) über 30.000 Arbeitsplätze geschaffen, nicht nur im Automotive-Cluster. Dieser Erfolg ist untrennbar verbunden mit dem Gouverneur des Gebiets Kaluga, Anatoli Artamonow. Laut dem Gouverneur verbinde das Gebiet Kaluga und Deutschland eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit: „Heute gibt es allen Grund zu sagen, dass unsere Beziehungen den Test der Zeit bestanden haben. Deutsche Unternehmen, die in die Region gekommen sind, arbeiten weiterhin erfolgreich und unser Handel entwickelt sich weiter“, sagte Artamonow. Er betonte, dass die Region trotz der Schwierigkeiten und aufgezwungenen Trends (wie er mit Blick auf die Sanktionen und angespannte internationale Lage sagte,) weiterhin die Beziehungen zu ausländischen Partnern ausbaue. Sie werde alles unternehmen, um das Geschäftsklima zu verbessern. Das Gebiet treibt die Effizienz der Geschäftstätigkeiten, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen, aktiv voran und hat dafür neue Institutionen geschaffen. So will es das Exportpotenzial von Herstellern verschiedener Sektoren verbessern. „Dies ist eine gute Gelegenheit für Unternehmen, neue Märkte zu erschließen“, sagte der Gouverneur.

Artamonow lud deutsche Unternehmer in die Region Kaluga ein: „Für die erfolgreiche Umsetzung von Investitionsprojekten haben wir zwölf Gewerbegebiete und eine Sonderwirtschaftszone geschaffen“, sagte er. „Wir haben administrative Hürden beseitigt, das Registrierungsverfahren für ein Unternehmen so weit wie möglich vereinfacht und führen Schulungen durch. Wir tun alles, um Stabilität zu gewährleisten.“ Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Vertrieb in Russland. Noch vor etwa zehn Jahren habe „Vertrieb in Russland“ für viele deutsche Mittelständler eher verteilen als verkaufen bedeutet. Wegen des veränderten Rubelkurses, schwieriger Refinanzierungen in Russland und höherer Anforderungen an Lokalisierung habe sich das vielfach geändert. Die Teilnehmer diskutierten über diese neuen Entwicklungen und tauschten ihre Erfahrungen aus.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here