Kudrin: Wirtschaft „in der Grube“

MOSKAU. Die russische Wirtschaft ist im vergangenen Jahrzehnt durchschnittlich um ein Prozent gewachsen. Das berichtete der Leiter der russischen Rechnungskammer Alexej Kudrin Ende November.

Die russische Wirtschaft ist im vergangenen Jahrzehnt durchschnittlich um ein Prozent gewachsen. Das berichtete der Leiter der russischen Rechnungskammer Alexej Kudrin Ende November. Foto: Afedin / Lizenz: Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) / Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kudrin.jpg

„Wir leben seit zehn Jahren mit einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es so etwas in der Geschichte Russlands nicht“, sagte Kudrin. Später stellte er auf Twitter klar, dass der Zeitraum von 1990 bis 1998 eine Ausnahme gewesen sei, „als das BIP-Wachstum aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion, der Planwirtschaft und des Ölpreisverfalls erheblich zurückging“. Nach Angaben des Chefs der Rechnungskammer ist Russland „in eine ernstzunehmende Grube der Stagnation gefallen“. Die potenzielle Wachstumsrate der russischen Wirtschaft liegt laut Regierungsangaben derzeit bei etwa 1,6 Prozent, und damit unter der vorherigen Prognose von 1,8 Prozent.