Unternehmensverkäufe weniger profitabel in Russland

MOSKAU. Ein russischer Unternehmer kann beim Verkauf seines Geschäfts mit zwei- bis viermal weniger Erlös rechnen als seine Kollegen aus den Industrieländern und den meisten Entwicklungsländern.

Ein russischer Unternehmer kann beim Verkauf seines Geschäfts auf zwei- bis viermal weniger Erlös rechnen als seine Kollegen aus den Industrieländern und den meisten Entwicklungsländern. Foto: iStock©da-kuk

Zu diesem Schluss kamen Experten der Moskauer School of Management Skolkovo und der UCP-Investmentgruppe, wie Kommersant berichtet. Sie haben 30 führende Volkswirtschaften der Welt anhand des „Business Value Index“ bewertet, der auf Basis von 19 Indikatoren berechnet wurde. Das Rating führt die USA mit dem höchsten Index von 80,6 von 100 möglichen Punkten an. Russland liegt auf dem 27. Platz mit einem Index von 29,2. Brasilien schafft es mit einem Index von 31,2 noch vor Russland. Viel weiter vorn liegen Deutschland mit 58,78 Punkten und Polen mit 46,4 Punkten. Der durchschnittliche Index beträgt 48 Punkte. „Einerseits gibt es deutliche Fortschritte, zum Beispiel bei der russischen Position im Rating Doing Business der Weltbank. Andererseits sind die Indikatoren für die Marktkapitalisierung russischer Unternehmen durchweg schlechter als die ihrer Kollegen aus den entwickelten und aufstrebenden Märkten“, kommentiert der Präsident der Moskauer School of Management Skolkovo, Andrej Scharonow, die Ergebnisse. Laut UCP-Direktor Andrej Martschenko seien russische Unternehmer nicht bereit, sich von einer kontrollierenden Beteiligung zu trennen, wodurch der Kapitalzufluss ausländischer Investoren reduziert wird. Eine bessere Unternehmens- und Steuergesetzgebung, bessere Rechnungsstandards sowie eine Erhöhung der Dividenden würden das Investitionsumfeld jedoch verbessern, sagen die Experten.

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