Russlands Start-up-Ökosystem braucht aktive Investoren

MOSKAU. Das Volumen von Unternehmensinvestitionen in IT-Start-ups in Russland wird 2018 schätzungsweise 151,3 Millionen US-Dollar betragen. Das sind rund 40 Prozent weniger als 2017, als die Investitionen noch 246,6 Millionen US-Dollar betrugen. Das berichtet Kommersant unter Verweis auf Daten des Branchenportals TAdviser.

Das Volumen von Unternehmensinvestitionen in IT-Start-ups in Russland wird 2018 schätzungsweise 151,3 Millionen US-Dollar betragen. Foto: iStock©littlehenrabi

Trotz des Volumenrückgangs wachse das Interesse der Unternehmen an Start-ups weiter, betont TAdviser. Dies zeige die Zunahme der Transaktionen. Der Unterschied im Volumen liege an den unregelmäßigen Investitionen der Unternehmen. Gleichzeitig gibt es in Russland nur wenige große Projekte, die für Großunternehmen interessant sind, berichtet Kommersant. Führend bei den Unternehmensinvestitionen im Zeitraum von 2016 bis 2018 sind Sberbank, Mail.ru Group und Sistema. Das Fehlen aktiver Investoren, die junge Unternehmen kaufen, sowie von Rückkäufen von Anteilen früherer Investoren sei nach wie vor ein negativer Faktor, der die Entwicklung des Wagniskapitalmarktes im Land behindere, zitiert Kommersant den Vizepräsidenten für Investitionen der IT-Gruppe Lanit, Denis Sitnikow. Seiner Meinung nach ist der Risikokapitalmarkt in Russland unterentwickelt. Investoren, die früh in ein Unternehmen investieren, sind meist gezwungen, weiter zu investieren. „Daher gibt es nur wenige neue Angebote auf dem Markt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Unternehmen keine Finanzierung erhalten und sich nicht entwickeln“, erklärt Sitnikow.

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