Regierung prüft Sonderinvestitionsverträge von GAZ und Hyundai

MOSKAU. Die russische Regierung will zwei von vier eingefrorenen Anträgen auf Sonderinvestitionsverträge (SPIK) der Automobilindustrie prüfen. Wie Kommersant berichtet, wies der stellvertretende Ministerpräsident Dmitrij Kosak an, die Anträge der GAZ-Gruppe und von Hyundai zu prüfen.

Russische Regierung prüft Sonderinvestitionsverträge von GAZ und Hyundai. Foto: iStock©Gwengoat

Über die Anträge wird das Ministerium für Industrie und Handel am 26. November entscheiden. Laut Kommersant muss Hyundai den SPIK vor Dezember abschließen, da dann seine Vereinbarung über die Industriemontage ausläuft. Mit der Erhebung der Einfuhrgebühren für Autoteile im kommenden Jahr auf bis zu zehn Prozent würde das Unternehmen ohne die Vergünstigungen durch den SPIK rund fünf Milliarden Rubel (etwa 67 Mio. EUR) verlieren. Hyundai erklärte, dass sich die Montage im Avtotor-Werk in Kaliningrad damit nicht mehr lohnen würde. Lediglich das Hauptwerk in St. Petersburg, wo jährlich mehr als 200.000 Fahrzeuge gebaut werden, wäre dann profitabel. Der Antrag von GAZ steht laut Kommersant unter gesonderter Prüfung aufgrund der US-Sanktionen. Der sanktionierte Geschäftsmann Oleg Deripaska ist der Besitzer. Die Anträge auf einen SPIK vom deutschen Autohersteller BMW und Avtotor bleiben weiterhin eingefroren.

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