APEC 2018: Ende ohne Konsens

PORT MORESBY.  Das Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Port Moresby, Papua-Neuguinea, konnte zum ersten Mal in der Geschichte des Gipfels keine gemeinsame Abschlusserklärung hervorbringen. Grund war die tiefe Spaltung zwischen den Vereinigten Staaten und China.

Treffen der Wirtschaftsführer beim APEC 2018. Foto: APEC

Die 21 Mitgliedstaaten konnten sich auf keinen gemeinsamen Text einigen, weil die beiden größten Volkswirtschaften im Abschlussdokument wiederholt in Konflikt miteinander über Formulierungen bezüglich Handelsfragen gerieten. Peking wies wütend Absätze zurück, die eine Überarbeitung der Welthandelsorganisation (WTO) forderten und warnte vor unfairen Handelstaktiken. Die Trump-Regierung hat China wiederholt wirtschaftliche “Nötigung“vorgeworfen.

Die beiden Nationen haben bereits gegenseitig Zölle auf Exporte im Wert von mehreren Milliarden Dollar erhoben. US-Vizepräsident Mike Pence sagte in einer Rede am Samstag, dass die US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Milliarden US-Dollar so lange weiter liefen bis China seine „Methoden ändert“. Wang Xiaolong, ein hochrangiger Wirtschaftsvertreter der chinesischen APEC-Delegation, sagte: „Ehrlich gesagt befinden wir uns in einer sehr frühen Phase dieser Diskussionen und verschiedene Länder haben unterschiedliche Vorstellungen, wie dieser Prozess vorangebracht werden kann.“

Bei jedem jährlichen Treffen der APEC-Chefs seit dem ersten Treffen im Jahr 1993 wurde eine Abschlusserklärung abgegeben. 2018 war dies zum ersten Mal nicht der Fall.