USA drohen weiter mit Stopp von Nord Stream 2

MOSKAU. Die USA stellen sich weiterhin gegen das Pipeline-Projekt Nord Stream 2. „Wir haben noch nicht alle Instrumente eingesetzt, die das Projekt ernsthaft untergraben oder stoppen könnten“, erklärte der US-Botschafter der EU, Gordon Sondland.

Die USA stellen sich weiterhin gegen das Pipeline-Projekt Nord Stream 2. Foto: © Nord Stream 2 / Axel Schmidt

Die USA glauben, dass der Widerstand in der EU gegen Nord Stream 2 zunehme, da die Europäer erkennen, dass die Abhängigkeit von russischer Energie keine gute geopolitische Entscheidung ist, sagte er. „Wenn die diese Logik nicht annimmt, dann hat der Präsident viele, viele Instrumente zur Verfügung, um das Projekt zu stoppen“, ergänzte er. Welche das sind, berichtete der Botschafter nicht. Gleichzeitig bestritt Sondland, dass hinter den Absichten der USA das Interesse stehe, selbst Flüssiggas nach Europa zu verkaufen. Russische Gasprojekte stehen jedoch auch ohne US-Sanktionen unter keinem guten Stern. Anfang November wurde bekannt, dass ein Schweizer Gericht beschlossen hatte, dass Nord Stream AG und Nord Stream 2 AG keine Zahlungen an Gazprom leisten dürfen. Das Urteil wurde auf Ersuchen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz verabschiedet, der mit Gazprom im ständigen Streit vor dem Stockholmer Schiedsgericht steht. US-Sanktionen gegen die Projektpartner von Gazprom bei Nord Stream 2 wurden noch nicht verhängt, obwohl die Teilnehmer eine solche Möglichkeit nicht ausschließen.

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