Staatliche Regulierung stört die Geschäfte

MOSKAU. Industrieunternehmen in Russland sehen die staatliche Regulierung immer stärker als das Hauptproblem ihrer Geschäftstätigkeit im Land. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte in Russland.

Industrieunternehmen in Russland sehen die staatliche Regulierung immer stärker als das Hauptproblem ihrer Geschäftstätigkeit im Land. Foto: iStock©wakila

Demzufolge empfinden 46 Prozent der befragten Unternehmensmanager und damit zwei Prozentpunkte mehr die Regulierung als problematisch. An zweiter Stelle der Probleme im Russland-Geschäft steht die Korruption (40% gegenüber 34% im Jahr 2017). Zudem sehen die Befragten die unzureichende Zahlungsfähigkeit der Bevölkerung (38 gegenüber 35%), die unzureichende staatliche Unterstützung (35%), die geopolitischen Risiken (21%) und die Unattraktivität für externe Investoren (19%) als Probleme für ihr Business in Russland. Die Unternehmen können keine transparente Regierungspolitik erkennen, berichtete Deloitte bei der Vorstellung der Ergebnisse. Auch die Steuerpolitik sei trotz der Versprechen der neuen Regierung unberechenbar. Dies sei kein Zeichen für eine Stabilität. Überdies kritisieren Unternehmen (55%) die geringe Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen für die Entwicklung der Industrie. Diese Zahl stieg innerhalb eines Jahres sogar um neun Prozentpunkte. Insgesamt bewerten die Befragten die Aktivitäten des Staates mit befriedigend: mit 1,6 von drei Punkten. Für die Studie befragte Deloitte Top-Manager von 77 Unternehmen aus der Metallurgie, der chemischen Industrie, der Automobilindustrie und dem Anlagenbau.

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