Russland will Benzinpreise einfrieren

MOSKAU. Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat angeordnet, die Kraftstoffpreise einzufrieren. Er unterzeichnete ein Dekret, das das Energieministerium und andere Behörden anweist, mit den Ölgesellschaften eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen, wie RBK berichtet.

Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat angeordnet, die Kraftstoffpreise einzufrieren.
Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat angeordnet, die Kraftstoffpreise einzufrieren. Foto: kremlin.ru

Den Medienberichten zufolge sollen sich die Unternehmen verpflichten, die Benzinpreise bis Ende des Jahres auf Mai-Niveau zu halten. Zu den betroffenen Konzernen gehören Gazpromneft, Lukoil, Rosneft, Russneft, Surgutneftegaz und Tatneft. Die Benzinpreise in Russland steigen derweil weiter. Am 6. November kletterten sie an der St. Petersburger Internationalen Rohstoffbörse um bis zu 2,2 Prozent. Die Diskussion um die steigenden Preise hatte bereits nach den Präsidentschaftswahlen begonnen, als diese stark stiegen. Unabhängige Händler und Tankstellen sprachen sich gegen das Einfrieren der Benzinpreise aus und wiesen darauf hin, dass dies Insolvenzen auslösen könnte. Für die Regierung sind die steigenden Preise aber ein politisches Problem, wie Experten einschätzen. Ihr Wachstum beunruhigt die Bevölkerung, die bereits mit der Erhöhung des Rentenalters und der Mehrwertsteuer zu kämpfen hat.

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