China könnte bis 2030 Frankreich als Top-Reiseziel ablösen

PEKING. Asiens wachsende Mittelschicht wird künftig mehr Geld für Reisen ausgeben. Damit könnte China Frankreich bis 2030 als weltweit beliebtestes Reiseziel ablösen, so die Einschätzung der Düsseldorfer Marktforschungsgruppe Euromonitor International, in ihrer Anfang November veröffentlichten Studie „Megatrends Shaping the Future of Travel“.

Die Verbotene Stadt in Beijing, China. Foto: iStock © TommL

Der Boom in der Reise- und Tourismusbranche, insbesondere in der Region Asien-Pazifik, hält weiter an. Seit acht Jahren wächst die Branche schneller als  die Weltwirtschaft. Die Prognosen für 2018 gehen von einem zehnprozentigen Zuwachs bei Reisen in der Region Asien-Pazifik aus. Die Region profitiert vor allem vom schnellen Wirtschaftswachstum ihrer Länder und den damit einhergehenden Einkommenszuwächsen der größer werdenden Mittelschicht, die Teile ihres verfügbaren Einkommens gern für Freizeitaktivitäten inklusive Reisen ausgibt.

Zudem habe der Prozess der allmählichen Lockerung der Visabeschränkungen das Reisen in und innerhalb der Region erleichtert, so Wouter Geerts, Senior Travel Analyst bei Euromonitor. 80 Prozent der Ankünfte in Asien kommen aus der Region selbst. Auch Sportereignisse dürften das Interesse an Reisen in die Region weiter ankurbeln, zum Beispiel die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 in der Volksrepublik China. Dort ist der Tourismus eine wichtige Säule der Wirtschaft, daher wird umfangreich in die Verbesserung von Infrastruktur und Hotelstandards sowie in Tourismusdestinationen und -initiativen investiert.

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