Türkei wird sich nicht an US-Embargo halten

ANKARA. Die Türkei wird sich nicht an die Sanktionen halten, die die USA gegenüber dem Iran verhängt haben. Das bekräftigte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan am 6. November, einen Tag, nachdem die zweite Stufe des Embargos in Kraft getreten war.

Die Türkei wird sich nicht an die Sanktionen halten, die die USA gegenüber dem Iran verhängt haben. NATO North Atlantic Treaty Organization / Lizenz: Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0)/ Quelle: https://www.flickr.com/photos/nato/41535582050/

„Diese Handelsverbote haben zum Ziel, die gesamte Weltordnung aus dem Gleichgewicht zu bringen“, betonte das türkische Staatsoberhaupt. Dieser Meinung schloss sich auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu an. „Den Iran zu isolieren, ist gefährlich“, zitiert die türkische Nachrichtenagentur Anadolu das Regierungsmitglied. „Für die Türkei und Japan ist es schwer, auf andere Energielieferanten auszuweichen“, erklärte Cavusoglu. Aus der Sicht türkischer Experten kann das Land am Bosporus für Europa eine wichtige Funktion übernehmen. „Viele europäische Unternehmen könnten über türkische Mittlerfirmen ihren Handel mit dem Iran aufrechterhalten“, erklärte beispielsweise der Sprecher des türkischen Zentrums für Iran-Studien (IRAM), Mehmet Koc, im Gespräch mit der Tageszeitung Sabah.

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