Putin zweifelt an Hochgeschwindigkeitstrasse nach Nischnij Nowgorod

MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin zweifelt an der Notwendigkeit einer Abzweigung der geplanten Hochgeschwindigkeitseisenbahnstrecke von Moskau nach Kasan in Nischnij Nowgorod. Wie das Wirtschaftsblatt Wedomosti berichtet, wies Putin an, das Nischnij-Nowgorod-Projekt noch einmal in der Regierung zu diskutieren.

Putin zweifelt an Hochgeschwindigkeitstrasse nach Nischnij Nowgorod. Foto: iStoc©Solstizia

In den kommenden Jahren sei geplant, nicht nur Geld für dieses Projekt bereitzustellen, sondern auch für den Wiederaufbau der Autobahn M7 über Nischnij Nowgorod und der Mautstraße, die Teil des Verkehrskorridors Europa–Westchina wird. Es müsse geprüft werden, ob auf dieser Strecke überhaupt Bedarf für eine Hochgeschwindigkeitseisenbahn bestehe. Die Entscheidung soll noch vor Jahresende getroffen werden. Die Verbindung Moskau-Kasan ist eine geplante, 772 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke, die die beiden Städte durch die Zwischenstädte Wladimir, Nischnij Nowgorod und Tscheboksary verbindet. Das Infrastrukturprojekt gehört zum Ausbau der Neuen Seidenstraße und kostet mehr als sieben Billionen Rubel (97,2 Mrd. EUR). An dem Ausbau ist die deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) beteiligt, an der unter anderem Siemens und die Deutsche Bank teilnehmen. Das HGV-Konsortium investiert in das Projekt umgerechnet 2,7 Milliarden Euro.

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