EU-Zweckgesellschaft gegen US-Sanktionen nimmt Konturen an

PARIS/ BRÜSSEL. Die EU unternimmt offenbar beim Konflikt mit den USA um die Sanktionen weitere Schritte, um die Geschäfte der internationalen Investoren mit dem Iran zu stärken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf drei EU-Diplomaten.

Die EU will dem Iran den Rücken stärken. Hier spricht die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini mit ihrem iranischen Kollegen Mohammad Javad Zarif. Foto: European External Action Service / Lizenz: Attribution-NonCommercial 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0) / https://www.flickr.com/photos/eeas/39166879572/

Die von Brüssel geplante Zweckgesellschaft, die den westlichen Unternehmen den weiteren Handel mit dem Land am Persischen Golf ermöglichen soll, nimmt weitere Konturen an. So könnte dieses Institut eine Art Barter-Handel (Tauschhandel) einrichten, der die US-Sanktionen umgeht, erklärten die drei Gesandten der EU. „Wir versuchen, die Gesellschaft vor dem Inkrafttreten der zweiten Phase der US-Sanktionen am 4. November symbolisch in Betrieb zu nehmen“, sagte einer der EU-Diplomaten. „Der Standort für den Hauptsitz und sowie weitere Einzelheiten müssen noch geklärt werden“, erklärte der Vertreter der Gemeinschaft. Er geht davon aus, dass die Gesellschaft dann „Monate danach“ tatsächlich in Betrieb geht.

Das könnte sie auch interessieren:

Deutschland und weitere EU-Staaten wollen besonderes Finanzinstitut für Iran-Geschäfte gründen