FATF gewährt Iran letzte Frist

PARIS. Die internationale Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung (FATF) hat dem Iran eine letzte Frist bis Februar gesetzt, um von der schwarzen Liste der Gruppe zu verschwinden. Dort befinden sich Länder, die nach Einschätzung der FATF internationale Terror-Aktionen finanzieren. Der Iran habe erst eine von zehn geforderten Maßnahmen umgesetzt, erklärte die FATF am 19. Oktober in Paris. Das berichtet die dpa.

Die internationale Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung (FATF) hat dem Iran eine letzte Frist bis Februar gesetzt, um von der schwarzen Liste der Gruppe zu verschwinden. Foto: iStock©Lingbeek

Die eine Maßnahme, die der Iran in Angriff genommen hat, war die Verabschiedung eines Gesetzes gegen Terrorfinanzierung und der Beitritt zur UNO-Konvention gegen die Finanzierung von Terrorismus (CFT) Anfang Oktober. Allerdings muss der Iran noch weitere Gesetze verabschieden, um endgültig von der schwarzen Liste zu verschwinden. „Wir erwarten, dass das Land alle diese Maßnahmen bis Februar verabschiedet“, sagte der Vorsitzende der FATF, Marshall Billingslea. Die Listung der FATF ist ein Hindernis für Geschäfte mit dem Iran. Die deutsche Bankenaufsicht Bafin schreibt vor, die Herkunft von finanziellen Mitteln bei Geschäften mit Ländern genau zu klären, die in der Bekämpfung von Terrorfinanzierung nicht kooperieren. Banken, die Iran-Geschäfte finanzieren, müssen deshalb oft aufwändige und kostspielige Prüfungen vornehmen.