Grafik der Woche: Schwellenländer drücken auf Weltwirtschaft

Quelle: IWF / eigene Darstellung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das weltwirtschaftliche Wachstum in der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook auf 3,7 Prozent herabgesetzt. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr vorhergesagt. „Die Wahrscheinlichkeit von weiteren negativen Schocks“ sei gestiegen, erklärte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. Grund seien die US-Wirtschaftspolitik und die Schwellenländer. Der von US-Präsident Trump ausgelöste Handelskrieg mit China und die daraus resultierende Unsicherheit an den Weltmärkten würden den Welthandel bremsen. Überdies werden 45 Entwicklungs- und Schwellenländer nach der IWF-Prognose in den Jahren 2018 bis 2023 beim Pro-Kopf-Wachstum hinter den Industrieländern zurückbleiben. Damit fallen diese Länder weiter zurück und drücken auf die gesamtweltwirtschaftliche Entwicklung. Für Russland geht der IWF in seiner Herbstprognose zwar weiterhin von einem BIP-Wachstum von 1,7 Prozent aus, wie bereits im Juli prognostiziert. Für das Jahr 2019 korrigierte das Finanzhaus das russische BIP-Wachstum sogar von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent nach oben. Doch bleibt Russland hinter der Weltwirtschaft zurück. Die russische Wirtschaft ist nur halb so dynamisch wie der Weltdurchschnitt, schreibt der IWF.