Medwedjew will Getreide aus Reservefonds verkaufen

MOSKAU. Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat den Verkauf von 1,5 Millionen Tonnen Getreide aus dem staatlichen Interventionsfonds angeordnet. Das entsprechende Dokument ist auf der Website der Regierung veröffentlicht.

Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat den Verkauf von 1,5 Millionen Tonnen Getreide aus dem staatlichen Interventionsfonds angeordnet.
Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat den Verkauf von 1,5 Millionen Tonnen Getreide aus dem staatlichen Interventionsfonds angeordnet. Foto: iStock©arisara1978

Demzufolge werden 2018 und 2019 1,5 Millionen Tonnen Weizen, Roggen und Futtergerste auf dem russischen Inlandsmarkt oder für den Export verkauft. Dies erlaubt es, die Haushaltsausgaben für die Aufrechterhaltung des Fonds auszugleichen und die Marktpreise zu regulieren. Das Landwirtschaftsministerium könnte mit dem Verkauf von Getreide aus dem Fonds beginnen, wenn der Preis auf dem heimischen Markt weiter steigt, schreibt das Wirtschaftsblatt Wedomosti. Im Herbst, wenn neues Getreide auf den Markt kommt, fallen die Preise dafür und der Staat kauft es üblicherweise, um die Bauern zu unterstützen. Wenn es nicht genug Getreide gibt, verkauft der Staat wiederum Getreide aus dem staatlichen Fonds, um Preiserhöhungen zu verhindern. Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen in diesem Jahr prognostizieren Experten in Russland eine Getreideernte von 110 Millionen Tonnen. Das Landwirtschaftsministerium geht von 100 Millionen Tonnen aus. Im vergangenen Wirtschaftsjahr wurde noch eine Rekordernte von 134 Millionen Tonnen Getreide eingefahren.