Russen investieren mehr in ausländische Immobilien

MOSKAU. In diesem Jahr kauften Russen mehr Auslandsimmobilien als im Vorjahr. Doch nicht nur die Nachfrage ist gewachsen, auch die Prioritäten haben sich verschoben. Das berichtet das Wirtschaftsblatt Wedomosti unter Berufung auf Daten des Beratungsunternehmens Knight Frank.

In diesem Jahr kauften Russen mehr Auslandsimmobilien als im Vorjahr. Foto: iStock © mustafagull

Während 2017 65 Prozent der Käufe Gewerbeimmobilien waren, haben sich Käufer 2018 überwiegend für Villen oder Wohnungen interessiert. Darüber hinaus wurden nicht nur Wohnsitze erworben, sondern auch aktiv Hotels gekauft. Die Analyse zeige den Wunsch der Käufer, hauptsächlich in profitable Objekte in Ländern mit starken Volkswirtschaften und einer klaren Perspektive zu investieren, erklärt der Immobilienanbieter Kalinka Group. Die Nachfrage nach Immobilien in Übersee sei in diesem Jahr um 22 Prozent gestiegen, die Anzahl der abgeschlossenen Transaktionen um zehn Prozent. Dennoch bleiben auch Gewerbeimmobilien weiter interessant für Russen. Deutschland und Österreich gehören dabei zu den begehrtesten Märkten. Vor allem kleine, oft gemietete gewerbliche Objekte (Hotels, Supermärkte usw.) mit einem Budget von bis zu zehn Millionen Euro sind sehr gefragt.