Putin wird mehr vertraut als Trump

WASHINGTON. Das weltweite Vertrauen in den US-Präsidenten Donald Trump bleibt niedrig und schadet dem Image der USA. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Pew Research Center zum internationalen Bild über die USA, die das Center anlässlich des zweiten Präsidentschaftsjahrs durchgeführt hat. Demzufolge vertrauen nur 27 Prozent der Befragten, dass Trump die richtigen weltpolitischen Entscheidungen getroffen hat. 70 Prozent trauen ihm dagegen nicht.

Das weltweite Vertrauen in den US-Präsidenten Donald Trump bleibt niedrig und schadet dem Image der USA. Foto: kremlin.ru

Am wenigsten wird dem US-Präsidenten in Mexiko (6%), Spanien (7%), Frankreich (9%) und Deutschland (10%) geglaubt. Dagegen stimmten auf den Philippinen, in Israel, Nigeria und Kenia mehr als die Hälfte der Befragten für Trumps Entscheidungen. Seine Position verbesserte sich zudem in Südkorea um 27 Punkte, in Israel um 13 Punkte sowie in Polen um zwölf Punkte. In Russland vertrauen nur 19 Prozent der Befragten dem US-Präsidenten. Weltweit wird dem russischen Präsidenten dagegen etwas mehr vertraut als Trump – 30 Prozent der Befragten stimmten für ein Vertrauen in Putins Politik. Der russische Präsident erhält in Russland (81%), auf den Philippinen (61%) und in Tunesien (53%) am meisten Zustimmung. In Europa wird Putin am stärksten in Griechenland (45%) und Deutschland (35%) unterstützt. Weltweit die höchste Anerkennung als politischer Entscheidungsträger hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Höhe von von 52 Prozent. 46 Prozent vertrauen dem Präsidenten von Frankreich Emmanuel Macron, 34 Prozent Xi Jinping, dem Präsidenten der VR China. Die Studie basiert auf den Ergebnissen von Umfragen unter mehr als 26.000 Befragten in 25 Ländern der Welt. Auf die Frage, welches Land Weltführer sein sollte, antworteten 63 Prozent die Vereinigten Staaten, nur 19 Prozent stimmten für China. Als führende Wirtschaftsmacht nannten die meisten die USA (39%; China: 34%). Gleichzeitig glauben 70 Prozent der Befragten, dass China auf dem Vormarsch ist und eine wichtigere Rolle in der Welt spielt als vor zehn Jahren. 41 Prozent der Befragten denken so über Russland, 31 Prozent über die USA.