Grafik der Woche: Auf Baukurs

Quelle: Rosstat / eigene Darstellung

Der Wohnungsbau in Russland zeigt Anzeichen einer Erholung, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen war. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 384.700 neue Wohnungen mit insgesamt 29 Millionen Quadratmetern übergeben – ein Zuwachs von 3,8 Prozent. Berücksichtigt man auch die Projekte der individuellen Bauherren, so verzeichnete die Branche ein noch größeres Plus. Diese bauten im selben Zeitraum 109.800 Wohnhäuser mit einer Fläche von 15,3 Millionen Quadratmetern. Das sind 32 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. Gebaut wurde am meisten in den Gebieten Moskau (13,5%) und Leningrad (5,9%) sowie in der Region Krasnodar (5,2%). Dennoch: Das Ziel von Präsident Putin liegt noch in weiter Ferne. Ihm zufolge sollen in den kommenden sechs Jahren jährlich 120 Millionen Quadratmeter Wohnimmobilien realisiert werden. Der Grund: Die Versorgung mit Wohnraum in Russland ist mit 22 Quadratmetern pro Person um das Eineinhalbfache niedriger als in Europa.