US-Botschafter irritiert mit angeblichem Rückzug von VW aus Iran

BERLIN. Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat mit Äußerungen über einen angeblichen Rückzug von VW aus dem Iran für Irritationen gesorgt. Das berichtet der TV-Sender n-tv. Der Autobauer wollte einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg nicht bestätigen, dass sich VW wegen der US-Sanktionen nahezu vollständig aus dem Iran zurückzieht.

Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat mit Äußerungen über einen angeblichen Rückzug von VW aus dem Iran für Irritationen gesorgt. Foto: usbotschaftberlin

„VW hält sich an alle geltenden nationalen und internationalen Gesetze sowie Export-Regularien“, erklärte der Konzern. „Dabei berücksichtigen wir auch mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Wiedereinsatz der US-Sanktionen„, sagte ein Sprecher. An der Position der vergangenen Monate habe sich nichts geändert. Der US-Botschafter hatte Bloomberg erklärt, dass VW eine Vereinbarung mit der US-Regierung getroffen habe. Der Konzern werde nahezu alle seine Aktivitäten in dem Land einstellen. Darüber hinaus hatte sich der Gesandte zu den Aktivitäten von BASF im Iran geäußert. In einem Tweet vom 18. September schrieb er, dass sich BASF an die US-Sanktionen halten werde. Der deutsche Chemiekonzern BASF betonte klar, dass sich das Unternehmen weiter im Land am Persischen Golf engagieren werde. „BASF wird weiterhin Geschäfte im Iran betreiben und sich dabei strikt an alle gesetzlichen Regeln halten“, teilte der Konzern mit. Der Erlös von BASF im Iran lag im vergangenen Jahr bei rund 80 Millionen Euro.