Negativrekord: Weniger neue ausländische Handelsmarken

MOSKAU. Internationale Handelsmarken waren in diesem Jahr bisher weniger auf dem russischen Markt aktiv als in den Vorjahren. Die Zahl der Neueintritte könnte sogar die niedrigste der vergangenen fünf Jahre werden.

Internationale Handelsmarken waren in diesem Jahr bisher weniger auf dem russischen Markt aktiv als in den Vorjahren. Foto: iStock © Gelia

Das schreibt RBK und verweist auf Befragungen der Branche. Demzufolge gibt der Immobilienberater Colliers International an, dass seit Jahresbeginn insgesamt 19 neue ausländische Marken aktiv geworden sind. Zum Vergleich: 2017 waren es insgesamt 55. Eine ähnliche Einschätzung gibt der Immobiliendienstleister JLL und zählt 21 neue internationale Marken in neun Monaten. Im Vorjahreszeitraum waren es dagegen fast doppelt so viele (38). Laut JLL ist es das schlechteste Ergebnis seit 2013, das nur im Jahr 2012 mit 18 neuen Marken auf dem Markt unterboten wurde. Dem schließen sich auch die Analysten des Immobilienanbieters CBRE an. Sie notieren 2018 15 neue Marken gegenüber 35 in den Jahren 2016/17. „Es kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse schlechter ausfallen werden als in der Vergangenheit“, so CBRE. „Auch im Jahr 2018 verzeichnen wir einen Rückgang der Anzahl neuer Marken auf dem russischen Markt“, bestätigt auch der Berater Cushman & Wakefield. Die derzeitige Situation sei jedoch kein Beweis dafür, dass sich internationale Unternehmen in Russland überhaupt nicht weiterentwickelt haben. „Europäische Marken erscheinen weiterhin, wenn auch mit Vorsicht“, berichtet Cushman & Wakefield.