Iran bietet US-Sanktionen mit Kryptowährung die Stirn

Der Iran hat eine eigene nationale Kryptowährung entwickelt, um sich den US-Sanktionen zu entziehen.

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TEHERAN. Der Iran hat eine nationale Kryptowährung entwickelt, die es dem Land ermöglichen könnte, sich den amerikanischen Wirtschaftssanktionen zu entziehen. Das berichten die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten. Den Angaben zufolge wurde sie von Informatics Services Corporations (ISC) entworfen, dem führende Anbieter von Banksystemen im Land am Persischen Golf. Sie stützt sich auf den Rial und auf der Technologie der Hyperledger-Fabric-Plattform. Hyperledger Fabric ist ein Open Source lizenziertes Blockchain-Framework, das von der Linux Foundation gehostet wird. Ursprünglich von IBM und Blythe Masters Digital Asset Holdings entwickelt, ist die Plattform auf Smart Contracts für Lieferketten spezialisiert, obwohl sie auf verschiedene Verwendungszwecke, einschließlich Währung, zugeschnitten werden kann.

Das ISC führte weiter aus, dass die Infrastruktur der iranischen Kryptowährung als ein Ökosystem für iranische Banken und Krypto-Unternehmen zur Verfügung stehen soll. Die Blockchain-Infrastruktur soll laut ISC in Phasen implementiert wird. Der erste Rollout wird als „Token- und Interbank-Zahlungsinstrument“ beschrieben, während die zweite Phase darauf abzielt, dass die Kryptowährung für Massenzahlungen im Einzelhandel genutzt werden kann.