Moskauer Wahlen ohne Überraschung

MOSKAU. Sergej Sobjanin hat die Moskauer Bürgermeisterwahl am 9. September wie erwartet erneut gewonnen. Für den Kandidaten der Partei Einiges Russland stimmten 70 Prozent der Wähler.

Sergej Sobjanin hat die Moskauer Bürgermeisterwahl am 9. September wie erwartet erneut gewonnen. Für den Kandidaten der Partei Einiges Russland stimmten 70 Prozent der Wähler. Foto: kremlin.ru

Der zweite Platz ging an den Kandidaten der Kommunistischen Partei KPRF, Wadim Kumin, mit elf Prozent der Stimmen, der dritte an Ilja Swiridow von der Partei Gerechtes Russland mit sieben Prozent der Stimmen. Dies ist die zweite Wahl für Sobjanin, der 2010 als Ersatzkandidat für den entlassenen Jurij Luschkow ins Moskauer Rathaus eingezogen ist. Im Jahr 2013 gewann er die Wahl mit 51 Prozent der Stimmen, hatte mit Alexej Nawalnyj, der 27 Prozent für sich verbuchte, aber stärkere Konkurrenz als in diesem Jahr. Die diesjährige Moskauer Wahl hatten Wahlbeobachter im Vorfeld als Referendum statt als Wahl bezeichnet. Es fehlten echte Kontrahenten. Die Wahlbeteiligung lag bei 30 Prozent, 2013 hatten 32 Prozent der Moskauer Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dies sei dennoch ein ziemlich hohes Ergebnis, zitiert RBK den Politikexperten Alexej Makarkin. Der Rückgang sei auf die Abwesenheit eines Oppositionskandidaten von Parteien wie Jabloko oder PARNAS zurückzuführen, bewertete Makarkin. Neben Moskau fanden am 9. September russlandweit rund 5.500 Wahlen statt, wie etwa Gouverneurswahlen in 21 Verwaltungsbezirken und Kommunalwahlen.

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