Regierung unterstützt Wirtschaft mit Steuersenkungen

PEKING. Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Handelskriegs mit den USA und den Anzeichen für eine Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft hat der Staatsrat Ende August Steuersenkungen für Unternehmen und Investoren in Höhe von 45 Milliarden Yuan (das sind rund 6,59 Milliarden US-Dollar) angekündigt. Mit diesen Steuersenkungen verfolgt die chinesische Regierung das Ziel, die Belastung von Klein- und Mikrounternehmen zu reduzieren und Investoren dazu zu ermutigen, Kredite zu vergeben und den Kapitalfluss in der Wirtschaft sicherzustellen.

Der chinesische Yuan, auch Renminbi genannt. Foto: Chinesische Volksbank

Unternehmen, deren Produktion aufgrund der erforderlichen Kürzung von Überkapazitäten oder Umstrukturierungen eingestellt wurde oder demnächst eingestellt wird, zahlen im Gegenzug weniger Grunderwerbs- und kommunale Landnutzungssteuern beziehungsweise bekommen diese erlassen. Diese Regelung soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Zudem hat der Staatsrat beschlossen, alle Kreditgeber, die Darlehen an Kleinst- und Mikrounternehmen ausreichen, von der Mehrwertsteuer auf die dabei erzielten Zinserträge zu befreien. Diese Maßnahme gilt für den Zeitraum 1. September 2018 bis 31. Dezember 2020, das auszureichende Gesamtkreditvolumen wird bei zehn Millionen Yuan (1,46 Mio. USD) gedeckelt.

Ausländische Investoren werden ebenfalls keine Unternehmens- oder Mehrwertsteuer auf Zinserträge zahlen müssen, die sie auf dem inländischen Anleihemarkt in den kommenden drei Jahren erzielen. Wann diese Maßnahme in Kraft tritt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Es wird erwartet, dass die oben genannten Anreize dazu führen, dass die betroffenen Unternehmen in diesem Jahr 45 Milliarden Yuan (6,59 Mrd. USD) weniger Körperschaftsteuer entrichten müssen.