Bloomberg: Deutsche Bank droht Geschäfte mit Russland einzustellen

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LONDON. Die Deutsche Bank (DB) befindet sich offenbar gegenüber Russland auf Konfrontationskurs: Die Filiale des Geldinstituts in London hat die russische Regierung gemahnt, Dokumente vorzulegen, damit die Bank ihre „Know Your Customer“-Informationen (KYC) aktualisieren kann. Wie aus einem Schreiben vom 27. Juni hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt, droht die DB damit, andernfalls die Geschäftsbeziehungen mit Russland einzustellen. Die internationalen Aufsichtsbehörden kritisieren seit geraumer Zeit, dass das KYC-Verfahren der DB aus ihrer Sicht zu wenig transparent ist. Dabei handelt es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Legitimationsprüfung, die Banken und Versicherungen bei bestimmten Kunden durchführen müssen. Die Unternehmen sind beispielsweise verpflichtet, bei natürlichen Personen die Berufstätigkeit zu erfassen. Damit soll unter anderem Geldwäsche verhindert werden.