Ningxia findet Kooperationspartner in Hessen

GEISENHEIM. Die Hochschule Geisenheim will künftig mit Hochschulen des Autonomen Gebiets Ningxia zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde Anfang August unterzeichnet, als eine hochrangige Delegation aus Ningxia die Hochschule im Rheingau besuchte. Im Zentrum des akademischen Austauschs sollen Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft stehen.

Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten Kang Zhanping, Generaldirektor des Auswärtigen Amts des Autonomen Gebiets Ningxia, und Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, eine Absichtserklärung für den akademischen Austausch in den Bereichen Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft. Foto: Hochschule Geisenheim
Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten Kang Zhanping, Generaldirektor des Auswärtigen Amts des Autonomen Gebiets Ningxia, und Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, eine Absichtserklärung für den akademischen Austausch in den Bereichen Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft. Foto: Hochschule Geisenheim

In Ningxia erhofft man sich in erster Linie Unterstützung in der Ausbildung von Studierenden und Lehrpersonal. Auch die Studierenden der Hochschule Geisenheim würden von der neuen Kooperation profitieren, sie hätten künftig noch mehr Chancen auf einen spannenden internationalen Praktikums- oder Studienaustauschplatz. Dafür will die Hochschule Geisenheim insbesondere mit der Ningxia University und deren eigener Weinschule Kooperationsverträge über Studierenden-, Praktikanten- und Dozierendenaustausch sowie gemeinsame Forschungsprojekte abschließen.

Ningxia ist eine der wichtigsten Weinanbauregionen im Nordwesten Chinas. Rund ein Viertel des in China produzierten Weins wird derzeit von den 86 dort ansässigen Weingütern hergestellt. Allerdings sehen sich die Winzer mit einem grundlegenden Wandel des Verbraucherverhaltens konfrontiert: Zunehmend verlangen chinesische Konsumenten ein vielfältigeres Angebot und vor allem auch eine bessere Qualität. Um die Erzeuger bei diesen Vorhaben zu unterstützen, hat die Regierung ein Programm zur Entwicklung einer nachhaltigen, umweltverträglichen Weinwirtschaft aufgelegt. Die geplante Kooperation mit der Hochschule Geisenheim soll dazu beitragen, von deren Expertise, insbesondere auch im Marketing, zu profitieren.

Die Hochschule unterhält bereits seit längerem Verbindungen nach China, so zur China Agricultural University in Peking sowie zur Bejing Academy of Agriculture and Forestry Sciences.