Deutsche Bahn und Deutsche Telekom beenden Projekte im Iran

BERLIN. Die Deutsche Bahn wird sich angesichts der US-Sanktionen aus dem Land zurückziehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf eine Konzernsprecherin. „Die DB ist aktuell mit ihrer Tochter DB Engineering & Consulting in zwei Projekte im Iran eingebunden“, zitiert die Agentur die Sprecherin.

Das DB Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin
© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben ; Das DB Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin

Ihren Aussagen zufolge werden beide Vorhaben im September 2018 beendet. Der Konzern hat das Problem, dass sich viele international tätige Banken inzwischen weigern, größere Geldgeschäfte mit dem Land am Persischen Golf abzuwickeln. Die DB hat für das erste Projekt im Mai 2017 mit dem Bahnbetreiber Bonyard Eastern Railways eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Beim zweiten Vorhaben ging es um einen Beratervertrag mit der Staatsbahn RAI. Zuvor hatte auch die Deutsche Telekom erklärt, dass das Unternehmen bereits im Mai dort seine Aktivitäten eingestellt hat. Beide Konzerne folgten damit dem Autobauer Daimler, der sich wegen der US-Sanktionen ebenso aus dem Iran zurückgezogen hatte. Die Konzerne haben ihre Engagements beendet, obwohl die Bundesregierung und die EU grundsätzlich versuchen, deutsche und europäische Unternehmen im Iran zu unterstützen.