Shanghai erprobt „Business Start-up Visum“

SHANGHAI. Um Shanghais wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und ausländische Spitzenkräfte in die Huangpu-Metropole zu locken, erprobt die Stadt derzeit in ausgewählten Stadtbezirken, darunter Changning und Yangpu, ein Existenzgründungsvisum.

Shanghai erprobt in ausgewählten Stadtbezirken ein Existenzgründungsvisum. Foto: iStock©zhujia1011

Ausländische Unternehmer, die in Shanghai ein neues innovatives Start-up-Unternehmen gründen wollen, erhalten damit die Möglichkeit, bereits in der Gründungsphase in China zu leben, berichtet die Unternehmensberatung Dezan Shira & Associates. Im Mai 2018 hatte das Shanghai Public Security Bureau die Richtlinien für eine neue „Private Residence Permit (Entrepreneurship)“ aktualisiert, die allgemein als „Business Start-up Visum“ (创业签证) bezeichnet wird. Das Existenzgründungsvisum ist ein Jahr gültig und kann bei Bedarf um ein weiteres Jahr verlängert werden, wenn der ausländische Unternehmer die erfolgreiche Gründung seines Unternehmens innerhalb dieser Zeit nachweisen kann. Danach kann das Visum in eine Arbeitserlaubnis umgewandelt werden. Das Existenzgründungsvisum ist für Personen geeignet, die von den zahlreichen anderen Visakategorien ausgeschlossen sind, zum Beispiel unerfahrene Absolventen und Personen, die älter als 60 Jahre sind. Im Vergleich zu herkömmlichen Arbeitserlaubnissen können Investoren und Führungskräfte bereits vor der rechtskräftigen Gründung des Unternehmens vorbereitend tätig werden und Marktforschung betreiben, Personal rekrutieren, Mietobjekte suchen etc. Shanghai ist jedoch nicht die einzige chinesische Stadt, die Visa-Anreize für ausländische Talente bietet. Peking und die Provinz Yunnan gehören ebenfalls zu den Regionen, die in diesem Jahr Maßnahmen zur Gewinnung ausländischer Spitzenkräfte ergriffen haben.