Wetter drückt auf Ernte-Prognose in Russland

MOSKAU. Brancheexperten haben ihre Schätzungen zur Getreideernte im Jahr 2018 erneut nach unten korrigiert. Das berichtet das Wirtschaftsblatt Wedomosti. „SovEcon“ rechnet aktuell mit 109,9 Millionen Tonnen und damit 3,5 Prozent weniger. Das Institut für Agrarmarktstudien (IKAR) und „ProZerno“ korrigierten ihre Prognose um einen Prozent auf 111,8 Millionen beziehungsweise 114 Millionen Tonnen nach unten.

Russland Landwirtschaft
Brancheexperten haben ihre Schätzungen zur Getreideernte im Jahr 2018 erneut nach unten korrigiert. Das russische Ministerium für Landwirtschaft prognostiziert 100 Millionen Tonnen. Foto: pixabay.com

Das russische Ministerium für Landwirtschaft prognostiziert 100 Millionen Tonnen. Auf die Frage, ob dies der Prognose der Behörde entspreche, wollte ein Sprecher des Ministeriums nicht antworten, berichtet Wedomosti. Zuvor waren Branchenexperten von einer Ernte von über 120 Millionen Tonnen ausgegangen (2017: 135 Mio. t), doch das Wetter machte den russischen Landwirten ähnlich wie den deutschen einen Strich durch die Rechnung. Erst war es die Kälte in Sibirien und im Ural, wodurch die Bauern den optimalen Zeitpunkt für die Aussaat verpassten. Dann waren es Dürren in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol, Krasnodar und in der Wolga-Region. Die letzte Korrektur der Schätzungen ist vor allem mit der Situation in der Wolga-Region verbunden. Dort erwarten Experten 34 Prozent weniger Weizen als im Vorjahr, im Süden sollen es 14 Prozent und in Zentralrussland 16 Prozent weniger sein, schreibt SonEcon.

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