Rubel auf Zwei-Jahres-Rekordtief

MOSKAU. Nach der Androhung der neuen US-Sanktionen im Fall Skripal ist der Kurs des Rubels auf ein Zwei-Jahres-Rekordtief gesunken. Am 13. August lag er über 68 Rubel je US-Dollar. Ähnlich der Euro: Der Wechselkurs beträgt über 77 Rubel je Euro.

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Neben den US-Sanktionen spiele auch die Abwertung der türkischen Lira eine Rolle, wie Finanzexperten berichten. Der Zusammenbruch der türkischen Währung habe in Schwellenländern einschließlich Russland den Abfluss von Kapital ausgelöst. Moskaus Reaktion auf die US-Sanktionen, nämlich seinen Bestand an US-Staatsanleihen weiter abzubauen und bei internationalen Transaktionen künftig auf den Dollar als Transaktionswährung zu verzichten, hat sich derweil nicht negativ auf den Dollar sowie US-Staatsanleihen ausgewirkt, wie die Raiffeisen International berichtet. Das Gegenteil sei der Fall: Der Dollar hat am Morgen zum Euro auf 1,137 EUR/USD zugelegt, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist weiter gesunken. Experten der Danske Bank warnen, sollte Russland tatsächlich mit Gegensanktionen reagieren, könnte der Dollar sogar auf 72 Rubel klettern.